Wandergruppe vor LandschaftspanoramaVier Tage haben wir auf einer Wanderfreizeit den nördlichen Westerwald im hessischen Lahn-Dill-Kreis an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen erkundet. „Im grünen Mittelpunkt” lautete der Titel der Unternehmung, an der 13 Wanderinnen und Wanderer teilgenommen haben.

Unser Quartier war vom 14. bis zum 17. Mai 2026 das Hotel Tannenhof in Haiger. Von dort aus brachen wir mit Wanderführer Helmutheinz Welke täglich zu unseren Wanderungen und Besichtigungen auf. Als Transportmittel standen uns vier private Fahrzeuge zur Verfügung.

Schon am Tag der Ankunft erlebten wir die reizvolle und waldreiche Mittelgebirgslandschaft auf einer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Aubachtal und zum Eduardsturm, der uns eine spektakuläre Aussicht ermöglichte. Am zweiten Tag erreichten wir über Teile des Rothaar- und des Westerwaldsteigs ein weiteres Mal das Aubachtal mit einigen bizarren Felsformationen mit dem sagenumwobenen Wildweiberhäuschen.

Tags darauf ging es in das nahegelegene Dillenburg, das sich offiziell als Oranierstadt bezeichnet und als „Wiege” der Niederlande gilt. Nach einer Wanderung durch die sehenswerte Altstadt erlebten wir eine Führung durch die Kasematten, die unterirdischen Befestigungsanlagen des nicht mehr bestehenden Schlosses. Zufällig trafen wir an diesem Tag in den Parkanlagen auf dem Schlossberg auf ein Feldlager aus dem Dreißigjährigen Krieg, das einige deutsche und niederländische Historienvereine dort stilgerecht inklusive einiger Aufmärsche und Kampfszenen inszenierten.

Bevor es am letzten Tag auf die Heimfahrt ging, stiegen wir durch die geologisch interessante Gasseschlucht hinauf zur Höhlenwelt bei Breitscheid. Mit einem sachkundigen Führer tauchten wir dann ein in die Tiefen (über 100 Stufen) der Schauhöhle Herbstlabyrinth mit ihrer beeindruckenden Tropfsteinwelt.

Die teilnehmenden Wanderinnen und Wanderer waren begeistert und wünschten sich auch für das Jahr 2027 ein ähnliches Angebot in einer anderen deutschen Landschaft.